Lokalgruppen

Starterleitfaden für Lokalgruppen

Willkommen! Wir freuen uns sehr, dass du eine Lokalgruppe gründen möchtest. Dieser Leitfaden hilft dir beim Start einer AI-Safety-Gruppe für Studierende oder Berufstätige in Deutschland.

Zuletzt aktualisiert 27. Okt. 2026

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Eine Gruppe gründen

Die meisten Gruppen in Deutschland (auch SAIGE!) haben mit ein oder zwei Leuten angefangen, die kleine, günstige Experimente ausprobiert und behalten haben, was funktioniert. Idealerweise findest du eine Mitorganisatorin oder einen Mitorganisator, aber du kannst auch allein anfangen.

Wenn du darüber nachdenkst, aber nicht sicher bist, ob du die richtige Person bist: Melde dich trotzdem bei uns. Wir erzählen dir, wie andere Gruppen angefangen haben und was dazugehört.

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Such dir Mitorganisator:innen, bei denen du dich sicher fühlst. Googles Project Aristotle hat gezeigt, dass psychologische Sicherheit für die Wirksamkeit eines Teams am wichtigsten ist: Wer sich miteinander emotional sicher fühlt, tauscht Ideen freier aus und erreicht deutlich mehr. Such dir Mitorganisator:innen, mit denen du offen und ehrlich sein kannst.

Wachse mit dem Interesse. Eine Aktivität in hoher Qualität ist besser als mehrere halbherzige Events. Wir empfehlen, klein anzufangen und zu wachsen, wenn du Ergebnisse siehst.

Lesetipps für Gruppenleiter:innen

Gut führen zu lernen ist genauso wichtig, wie das Feld AI Safety zu kennen, für deine Gruppe und für das ganze Ökosystem. Diese zwei Bücher empfehlen wir allen Gruppenleiter:innen:

  • Crucial Conversations: Tools for Talking When Stakes Are High von Kerry Patterson, Joseph Grenny, Ron McMillan und Al Switzler (auf Deutsch: „Heikle Gespräche“). Als Leiter:in wirst du sehr wahrscheinlich schwierige Gespräche führen müssen.
  • Oversubscribed: How to Get People Lining Up to Do Business with You von Daniel Priestley. Wenn du wirkungsvolle Events geplant hast, ist es sehr wichtig, sie bekannt zu machen, damit Menschen eure Aktivitäten kennen und bei deiner Gruppe mitmachen können.

Kostenlose Exemplare für Gruppen in Deutschland. Wenn du eine Gruppe in Deutschland gründest oder leitest, schreib uns an team@safeaigermany.org, und wir schicken dir eines der beiden Bücher.

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Outreach

Um einen Raum zu füllen und die gewünschte Wirkung zu erzielen, brauchen wir gutes Outreach (zusätzlich zu guten Referent:innen!). Gib für jedes Event einer Person die Verantwortung für das Outreach.

Seid ihr eine Hochschulgruppe oder eine Gruppe für Berufstätige?
Wie lange ist es noch bis zu eurem Event?

Ideen zum Ausprobieren

  • Leg Datum, Ort und Titel fest und erstelle ein Luma-Event.
  • Bitte Lehrende, es anzukündigen, und Partnergruppen (Fachschaft, Informatik, Mathe, Jura- und Politik-Gruppen), es zu teilen.
  • Stell es auf Meetup.com, wenn ihr das nutzt.
  • Bitte lokale KI- und Tech-Meetups, Hackspaces und berufliche Netzwerke, es zu teilen.
  • Häng Plakate mit QR-Code dort auf, wo Leute warten: Mensa, Bibliothek, Institutsgebäude.
  • Poste in Gruppenchats von Lehrveranstaltungen.
  • Poste auf LinkedIn und in Kanälen lokaler Tech-Communitys.
  • Bitte Mitglieder, es in den internen Kanälen ihres Unternehmens zu teilen.
  • Häng Plakate in Co-Working-Spaces auf.
  • Vergleich die Anmeldungen mit deinem Ziel.
  • Lade persönlich Leute ein, denen es gefallen könnte.
  • Frag nach einer kurzen Ankündigung zu Beginn einer großen Vorlesung.
  • Bitte die Orga eines Meetups um eine kurze Ankündigung beim nächsten Treffen.
  • Schick Angemeldeten eine persönliche Erinnerung und mach einen letzten Aufruf in Gruppenchats und Kanälen.

Nach dem Event kannst du dich bei den Teilnehmenden bedanken, Fotos teilen, das nächste Event ankündigen und den Link zu eurem Gruppenchat teilen.

Was wir beobachtet haben

  • Viele melden sich an, aber rechne damit, dass etwa zwei Drittel der Angemeldeten tatsächlich kommen.
  • Persönliche Nachrichten über vertraute Netzwerke (z. B. Lehrende, Teamleitung) können viel für dein Outreach bewirken.
  • Fang bei dem an, was Menschen schon wichtig ist: bei Studierenden z. B. die Auswirkungen fortgeschrittener KI auf künftige Jobs und auf die Arbeit an der Uni. Für ein berufstätiges Publikum siehe Gruppen für Berufstätige.
  • Frag Teilnehmende, wie sie von eurem Event erfahren haben. Nach ein paar Runden weißt du, welcher Outreach-Kanal für deine Gruppe am besten funktioniert, und kannst dein Outreach gezielter ausrichten.
  • Sprich auch lokale Unternehmen an, nicht nur Hochschulen. Das kann zu unerwarteter Unterstützung führen: Unternehmen haben schon Räume, Catering und sogar Sponsoring für AI-Safety-Events angeboten.
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Gruppen für Berufstätige

In Deutschland gibt es mehrere Lokalgruppen, die von und für Menschen aus der Industrie organisiert werden.

Zeiten und Orte

  • Trefft euch abends oder am Wochenende, und behaltet einen festen Rhythmus bei.
  • Frag Arbeitgeber, ob sie Gastgeber sein möchten. Manche stellen gern einen Besprechungsraum und eventuell auch etwas Budget zur Verfügung.
  • Gute Alternativen sind Co-Working-Spaces und Meetup-Locations.

Menschen erreichen

  • Nutze LinkedIn und lokale Community-Kanäle.
  • Kooperiere mit bestehenden Communitys, z. B. KI-, ML- oder Governance-Meetups aus der Industrie, Entwickler-Gruppen und lokalen Gruppen des Chaos Computer Clubs.
  • Bitte Mitglieder, Events in den internen Kanälen ihres Unternehmens zu teilen.

Einstieg ins Thema

Fang bei dem an, was die Leute aus ihrer Arbeit kennen: KI im Unternehmen zuverlässig einsetzen, die Vorgaben des EU AI Act erfüllen und wie KI ihre eigenen Jobs und Karriereaussichten verändert. Von dort aus kannst du zu den größeren Risiken fortgeschrittener KI übergehen.

Formate, die funktionieren

  • Lesekreise. Lest gemeinsam zu einem Thema und lasst Zeit für Diskussion.
  • Projekte, die die Fähigkeiten der Mitglieder nutzen, z. B. Red Teaming, Security oder Policy- und Rechtsanalysen.
  • Hackathons und Co-Working-Tage, die oft besser passen als ein wöchentlicher Termin.

Der Weg in AI Safety

Viele möchten etwas beitragen, ohne gleich einen sicheren Job aufzugeben. Weise sie zuerst auf Angebote in Teilzeit hin, etwa die Kurse von BlueDot, SPAR und den SAIGE Incubator. Mach deinem Publikum klar, dass AI-Safety-Organisationen weit mehr brauchen als technische Forschende: Gefragt sind auch Talente aus Operations, Engineering, Recht und Politik.

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Selbst dazulernen

Um eine Gruppe zu leiten, musst du nicht selbst in AI Safety forschen. Du solltest aber genug wissen, um eine wirkungsvolle Strategie zu entwickeln und Menschen in die richtige Richtung zu weisen.

Den Überblick bekommen

  • Kurse von BlueDot Impact zu technischer AI Safety und AI Governance: kostenlos, in Teilzeit, in Gruppen (auf Englisch).
  • AI Safety, Ethics and Society, ein kostenloses Online-Lehrbuch des Center for AI Safety (auf Englisch).
  • Aufzeichnungen von SAIGE-Vorträgen auf YouTube.

Tiefer einsteigen

AI-Safety-Programme und -Fellowships unterscheiden sich stark darin, wie schwer man hineinkommt. Wenn du neu in AI Safety bist, empfehlen wir, mit Programmen in Teilzeit anzufangen und Erfahrung zu sammeln, bevor du dich auf die begehrtesten Vollzeit-Fellowships bewirbst.

Format
Fokus

Alle 15 Programme

AI Governance Taskforce (Arcadia Impact)

Angewandte Governance-Forschung für ein Policy-Publikum, etwa 8 Stunden pro Woche über 12 Wochen. Remote.

Teilzeit, remoteGovernance

ARENA

Intensives 4- bis 5-wöchiges ML-Engineering-Bootcamp für technische AI Safety. Vor Ort in London.

Vor OrtTechnisch

Astra Fellowship

Voll finanziertes Fellowship bei Constellation zu technischer Forschung, Governance, Strategie und Fieldbuilding. Vor Ort in Berkeley.

Vor OrtTechnischGovernance

Cambridge ERA

10-wöchiges Forschungsprogramm mit technischem Track, Governance-Track und Track zu technischer AI Governance. Vor Ort in Cambridge (UK).

Vor OrtTechnischGovernance

Future Impact Group

Fellowship in Teilzeit (8+ Stunden pro Woche) zu KI-Politik, Philosophie für sichere KI und KI-Bewusstsein. Remote.

Teilzeit, remoteGovernancePhilosophie

Generator Residency

Dreimonatige Residency für AI-Safety-Generalist:innen, von Kairos und Constellation. Vor Ort in Berkeley.

Vor OrtGeneralist:innen

GovAI Fellowships

Saisonale Vollzeit-Fellowships in AI Governance, mit einem Forschungs- und einem Praxis-Track. Vor Ort in London.

Vor OrtGovernance

Iliad

Mathematische und theoretische Alignment-Forschung: ein einmonatiges Intensivprogramm, danach ein dreimonatiges Fellowship. London oder Bay Area.

Vor OrtTheorie und Mathe

LASR Labs

13-wöchiges Vollzeit-Forschungsprogramm in technischer AI Safety. Vor Ort in London.

Vor OrtTechnisch

MATS

12-wöchiges Vollzeit-Forschungsfellowship mit Mentor:innen, u. a. mit empirischem, theoretischem sowie Policy- und Governance-Track. Berkeley und London.

Vor OrtTechnischGovernance

PIBBSS

Fellowship, das dein eigenes Fach (z. B. Neurowissenschaften oder Wirtschaft) mit Alignment-Forschung verbindet. Sommerrunde in London.

Vor OrtTheorie und Mathe

Pivotal Research

15-wöchige Fellowships in AI Safety, AI Governance und Biosicherheit. Vor Ort in London.

Vor OrtTechnischGovernance

SAIGE Incubator

Forschungsprojekte in Teilzeit in kleinen Teams mit einer erfahrenen Mentorin oder einem erfahrenen Mentor, in technischen, Governance- und Kommunikations-Tracks. Remote.

Teilzeit, remoteTechnischGovernance

SAIGE Residential Fellowship

Voll finanziertes 12-wöchiges Fellowship: technischer Track in Tübingen, Governance-Track in Berlin.

Vor OrtTechnischGovernance

SPAR

Forschungsprojekte in Teilzeit (etwa 5–40 Stunden pro Woche) in technischer AI Safety und KI-Politik. Remote.

Teilzeit, remoteTechnischGovernance

Alphabetisch sortiert. Details ändern sich von Runde zu Runde, prüf also vor der Bewerbung die Website des jeweiligen Programms.

Als Organisator:in wachsen

  • Ressourcen für Organisator:innen von Kairos (auf Englisch).
  • Die zwei Bücher für Gruppenleiter:innen aus Eine Gruppe gründen.
  • Sprich mit anderen Organisator:innen. Für die meisten Probleme, auf die du stößt, hat jemand anderswo schon eine Lösung gefunden.
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Rollen finden, Arbeit teilen

Menschen bleiben langfristig dabei, wenn ihnen ihre Rolle Spaß macht. Je nach Kapazität kann eine Person mehrere Rollen übernehmen.

LeitungGibt die strategische Richtung vor, plant und knüpft Partnerschaften.
OutreachVerantwortet die Bewerbung jedes Events: Plakate, Gruppenchats, persönliche Einladungen.
Events und LogistikRäume, Essen, Anreise der Referent:innen, der Tag selbst.
InhalteWählt Themen für Events aus, bereitet Diskussionsfragen vor.

Herausfinden, was allen Spaß macht

  1. Alle im Orga-Team listen die Aufgaben auf, die sie am interessantesten und am wenigsten interessant fanden.
  2. Vergleicht die Listen und verteilt die Rollen entsprechend. Die unbeliebteste Aufgabe der einen Person ist oft die liebste einer anderen.
  3. Rollen können wechseln, und Interessen ändern sich.
  4. Bleibt flexibel. Manche möchten für die eigene Entwicklung eine andere Rolle ausprobieren, auch wenn es noch nicht ihre Stärke ist.

Achtet auf Überlastung. Organisator:innen nehmen sich neben Studium oder Job leicht zu viel vor. Erkundigt euch regelmäßig, wie es den anderen geht. Siehe Achte auf dich.

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Eine Gruppe, in die alle gehören

Meist wird gefragt, wie man „inklusiver“ gegenüber Menschen sein kann, die sich von der Mehrheit im Feld unterscheiden. Diese Sicht behandelt sie wie Gäste, für die man Platz macht. Wir empfehlen, eine Gruppe aufzubauen, zu der Menschen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund ganz selbstverständlich dazugehören.

Was ihr ausprobieren könnt

  • Schriftlich brainstormen statt Handzeichen und Mikrofon, damit die Qualität der Ideen mehr zählt als Lautstärke oder Akzent.
  • Slido für Fragen nutzen, aus demselben Grund.
  • Soziale Formate variieren. Events nur am Abend sind für Menschen mit Betreuungsaufgaben oft schwierig. Probiert Aktivitäten am Wochenende aus, etwa ein gemeinsames Mittagessen oder Co-Working tagsüber.
  • Einen ruhigen Raum anbieten bei längeren Events, für alle, die eine Pause von Reizüberflutung brauchen.
  • Anonymes Feedback sammeln zu den Erfahrungen in der Gruppe (auch zur Leitung).

Wenn bei euch etwas anderes gut funktioniert hat, sag uns Bescheid, und wir nehmen es hier auf!

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Verhaltenskodex und Vorfälle

Die meisten Events laufen reibungslos, aber sei vorbereitet, bevor etwas schiefgeht. Ein klarer Verhaltenskodex zeigt Neuen außerdem, dass deine Gruppe ein sicherer Ort ist.

Vor euren Events

  • Gebt euch vor dem ersten Event einen Verhaltenskodex. Ihr könnt gern den Verhaltenskodex von SAIGE anpassen.
  • Verlinkt ihn auf euren Eventseiten.
  • Bietet eine anonyme Möglichkeit, Probleme zu melden und Bedenken zu äußern. Ihr könnt auf das Meldeformular von SAIGE verweisen.

Wenn etwas passiert

  1. Wenn jemand in Gefahr ist, ruf den Notruf (112) oder die Polizei (110).
  2. Hör der Person, die das Problem anspricht, mit Empathie zu.
  3. Schreib auf, was passiert ist, sobald du die nötigen Informationen hast.
  4. Frag, was sich die Person als Nächstes wünscht. Sag ihr ehrlich, was du tun kannst und was nicht.
  5. Handle. Das kann heißen, mit der beteiligten Person zu sprechen, sie zu bitten zu gehen oder sie nicht mehr zu künftigen Events einzuladen.

Du musst das nicht allein lösen. Gruppen in Deutschland können uns um Rat fragen, und wir bringen dich mit jemandem in Kontakt, dessen Aufgabe es ist, das Wohlbefinden in der AI-Safety-Community zu unterstützen.

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Achte auf dich

Die Arbeit an KI-Risiken kann belastend sein; viele im Feld haben das Gefühl, keine andere Wahl zu haben, als den ganzen Tag zu arbeiten. Aber Spitzensportler:innen trainieren auch nicht den ganzen Tag. Sie essen gut, schlafen gut und halten feste Pausen ein, weil genau das ihre Leistung möglich macht. Mit deiner Arbeit an AI Safety ist es genauso: Deine Gesundheit kommt zuerst, und die Wirkung folgt daraus.

Gewohnheiten, die helfen

  • Mach tagsüber kurze Pausen. Zum Beispiel 10–20 Minuten spazieren gehen, ohne Handy und ohne Musik, damit dein Kopf Raum hat, Dinge zu verarbeiten.
  • Mach jeden Tag etwas, das nichts mit deiner Arbeit zu tun hat. Freund:innen, Sport, Kochen, was auch immer.
  • Es ist okay, „heute nicht“ zu sagen. Du kannst Freund:innen sagen, dass du gerade nicht über AI Safety reden möchtest. Gute Freund:innen verstehen das.
  • Achte darauf, wie Inhalte auf dich wirken. Frag dich nach bestimmten Nachrichten oder Gesprächen: „Das hat in mir ausgelöst …“, und ergänze den Satz. So erkennst du leichter Muster, die dir nicht guttun.
  • Konzentrier dich auf das, was du beeinflussen kannst. Viele der Probleme sind zu groß für eine Person. Du kannst entscheiden, wie du darauf reagierst und wie du deine Arbeitszeit nutzt.
  • Hab jemanden zum Reden. Etwa eine:n Mitorganisator:in, eine Freundin oder einen Freund, die oder der das Feld versteht, oder eine:n Berater:in. Wer sich meldet, ist keine Last.

Geht es dir nicht gut? Wenn Stress oder Sorgen wegen KI deinen Alltag beeinträchtigen, sprich bitte mit jemandem, dem du vertraust, und zieh professionelle Unterstützung in Betracht. Du kannst dich auch an uns wenden: Wir bringen dich mit jemandem in Kontakt, dessen Aufgabe es ist, das Wohlbefinden von Menschen in der AI-Safety-Community zu unterstützen.

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Referent:innen finden und auswählen

Wo du Referent:innen findest

  • Forschende an deiner eigenen Hochschule, auch Promovierende und Postdocs, die zu passenden Themen arbeiten.
  • Andere Gruppen: Wer in einer Stadt einen guten Vortrag gehalten hat, hält ihn vielleicht gern auch in einer anderen.
  • Ein günstiges Event: einen SAIGE-Onlinevortrag streamen und in deiner Lokalgruppe gemeinsam schauen.

Wenn du unsicher bist, ob jemand zu eurer Mission passt

Bevor du jemanden einlädst, helfen diese Schritte, zu prüfen, ob die Person zu eurer Mission passt:

  1. Lies oder schau etwas Aktuelles, das die Person zu KI-Risiken veröffentlicht hat.
  2. Führt ein kurzes Gespräch. Erzähl von der Mission deiner Gruppe und frag, wie die Person die Risiken fortgeschrittener KI sieht.
  3. Wähl ein passendes Format. Wer katastrophale Risiken skeptisch sieht, kann bei einer Debatte oder Podiumsdiskussion gut passen, als alleinige:r Referent:in eher weniger.
  4. Immer noch unsicher? Frag SAIGE oder andere Organisator:innen nach einer zweiten Meinung.
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Verantwortungsvoll über KI-Risiken sprechen

Für viele Menschen ist deine Gruppe der erste Kontakt mit AI Safety. Wie du über die Risiken sprichst, prägt wahrscheinlich auch, wie sie über das Problem denken.

Bei euren Aktivitäten

  • Sei genau. Nenn deine Quellen. Mach klar, was gesicherte Erkenntnis ist, was eine Prognose und was deine eigene Sicht.
  • Sag offen, wo du unsicher bist.
  • Hol die Leute dort ab, wo sie stehen. Tipps dazu, bei dem anzufangen, was deinem Publikum schon wichtig ist, findest du unter Outreach.

Wenn Journalist:innen sich melden

  • Du kannst dir Zeit nehmen, um ein paar Kernbotschaften vorzubereiten.
  • Sprich für deine Gruppe, nicht für das ganze Feld.
  • Du kannst darum bitten, deine Zitate vor der Veröffentlichung zu prüfen. In Deutschland ist es üblich, Interviewzitate autorisieren zu lassen.
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Personal

Ehrenamtliche und Nachfolge

  • Berufstätige haben oft wenig Zeit. Bitte sie zuerst um kleine Aufgaben (z. B. ein Plakat, das Gegenlesen eines Förderantrags).
  • Frag Ehrenamtliche, was sie sich davon erhoffen (z. B. Erfahrung, die beim Einstieg in AI Safety hilft), bevor du ihnen Aufgaben vorschlägst.
  • Bedenke, dass Studierende ihren Abschluss machen und Berufstätige den Job oder die Stadt wechseln können. Legt eine Nachfolge fest, bevor jemand geht, damit genug Zeit für die Übergabe bleibt.

Bezahlte Stellen

  • Bevor du jemanden einstellst, brauchst du eine gesicherte Finanzierung und musst klären, wer rechtlich Arbeitgeber ist (siehe den nächsten Abschnitt).
  • In Deutschland sind die üblichen Optionen ein Minijob, ein Werkstudentenvertrag, eine Teilzeitstelle oder freie Mitarbeit. Für jede gelten andere Regeln zu Stunden, Verdienstgrenzen und Sozialversicherung.
  • Erfahrene Berufstätige können sich vielleicht in Teilzeit oder als Freelancer:in einbringen. Prüft, ob ihr Arbeitsvertrag Nebentätigkeiten erlaubt.
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Rechtsform

Die meisten Gruppen brauchen für den Start keine Rechtsform. Um Fördergelder zu erhalten oder Personal einzustellen, braucht ihr aber eine.

Informelle Gruppe

Bedeutung
Keine Rechtsform.
Gut für
Den Start
Vorsicht
Kann im Namen der Gruppe kein Geld verwalten und keine Verträge unterschreiben

Fiscal Sponsorship

Bedeutung
Eine bestehende gemeinnützige Organisation nimmt Gelder für euch an und verwaltet sie.
Gut für
Schnell Fördergelder erhalten und sich am Anfang ganz auf die Aktivitäten konzentrieren
Vorsicht
Der Sponsor behält meist einen Prozentsatz der Gelder ein

e.V.

Bedeutung
Ein eingetragener Verein. Braucht mindestens sieben Gründungsmitglieder und die Eintragung beim Amtsgericht.
Gut für
Gruppen, die auf Mitgliedschaft beruhen
Vorsicht
Die Gemeinnützigkeit erkennt das Finanzamt gesondert an

gGmbH

Bedeutung
Eine gemeinnützige GmbH. Braucht 25.000 € Stammkapital.
Gut für
Organisationen mit Angestellten und größeren Budgets
Vorsicht
Verwaltungs- und Buchhaltungsaufwand
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Datenschutz

Die DSGVO gilt für deine Gruppe, sobald ihr Daten wie Namen, E-Mail-Adressen und Fotos erhebt. Achtet bitte auf Folgendes:

  • Ergänzt Anmeldeformulare um einen Datenschutzhinweis. Nennt darin z. B., wofür ihr die Daten nutzt, wie lange ihr sie aufbewahren wollt und wie Menschen ihre Löschung verlangen können. Ihr könnt euch am Datenschutzhinweis von SAIGE orientieren.
  • Einwilligung für Mailinglisten. Lasst Menschen sich aktiv eintragen, und fügt jeder E-Mail einen Abmeldelink bei.
  • Fotos: Weist darauf hin, dass fotografiert wird. Bietet eine Möglichkeit an, das abzulehnen (z. B. einen farbigen Sticker).
  • Nutzt Gruppenkonten statt persönlicher Konten, damit sie übergeben werden können, wenn das Orga-Team wechselt. Löscht Daten, die ihr nicht mehr braucht.
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Eine Theory of Change schreiben

Eine Theory of Change (Wirkungslogik, Link auf Englisch) zeigt, wie eure Aktivitäten zu der Wirkung führen, die ihr erreichen wollt. Sie hilft Förderern zu verstehen, was ihr erreichen wollt und wie. Außerdem hält sie euer Team auf die Ziele der Gruppe ausgerichtet.

Inputs
Aktivitäten
Outputs
Outcomes
Impact
Gutachter:innen zeichnen genau das auf und fragen, ob jede Verbindung schlüssig ist. Zeichne deine eigene mit dem kostenlosen Theory of change maker von Successif (auf Englisch).

Oft hilft es, rückwärts zu arbeiten: Benennt die Wirkung, die ihr erreichen wollt, und schreibt auf, was passieren muss, damit ein Schritt zum nächsten führt. Ein Beispiel für eine Lokalgruppe:

SchrittBeispiel
ProblemWenige Menschen in unserer Stadt wissen etwas über AI Safety oder darüber, wie man daran arbeiten kann.
InputsZeit des Orga-Teams, ein kleines Budget für Raum und Essen.
AktivitätenZum Start ein Lesekreis. Wenn er gut läuft, kommt vielleicht eine monatliche Vortragsreihe dazu.
OutputsWie viele Menschen eure Gruppe erreicht hat, und was ohne euch passiert wäre.
OutcomesMitglieder beginnen Kurse, Projekte und Jobs in AI Safety.
ImpactMehr Talente, die daran arbeiten, katastrophale Risiken durch KI zu verringern.
AnnahmenIn unserer Stadt gibt es ungenutztes Interesse. Menschen gehen nächste Schritte, wenn sie die Möglichkeiten kennen.

Behaltet jeden Schritt im Blick und überprüft ihn regelmäßig. Ändert eure Aktivitäten, wenn sich eine Annahme als falsch herausstellt.

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Finanzierung

  • Kairos unterstützt AI-Safety-Gruppen an Hochschulen, u. a. bei Kosten für Treffen und bei Zeit für die Organisation.
  • BlueDot Impact Rapid Grants fördern konkrete Fieldbuilding-Aktivitäten kurzfristig.
  • Pathfinder und der Funding-Newsletter der AI Safety Map listen weitere Möglichkeiten auf.
  • Deine Hochschule: Fachschaften, Studierendenvertretungen und Fachbereiche fördern oft Events von Hochschulgruppen.
  • Lokale Unternehmen: Manche sponsern gern Events, fragen lohnt sich.

Wir ermutigen euch, eure eigene Finanzierung zu finden. Das stärkt die Unabhängigkeit eurer Gruppe und eure Erfolgsbilanz. Nicht sicher, wo ihr euch bewerben sollt? Gruppen in Deutschland können uns fragen; wir sehen uns Anträge gern an.

Neue Gruppe, noch keine Erfolgsbilanz? Förderer sind schwer zu erreichen, bevor ihr etwas veranstaltet habt. Wenn eure Gruppe in Deutschland ist, eine klare Theory of Change hat, zur Mission von SAIGE passt, katastrophale Risiken durch KI zu verringern, und Events mit hoher erwarteter Wirkung plant, sprecht mit uns. Vielleicht können wir einen kleinen Betrag für den Start beisteuern.

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Wie SAIGE helfen kann

Für Gruppen in Deutschland bieten wir:

  • Einen Eintrag auf unserer Karte.
  • Kontakt zu erfahrenen Organisator:innen.
  • Unter Umständen eine kleine Starthilfe für neue Gruppen (siehe Finanzierung).
  • Ein Netzwerk von Organisator:innen von Lokalgruppen in ganz Deutschland.
  • Regelmäßige Treffen, bei denen wir uns gegenseitig unterstützen.

Schreib uns gern an team@safeaigermany.org, wenn du zu diesem Leitfaden beitragen möchtest oder uns auf etwas hinweisen willst, das wir ändern sollten.

Schreib uns eine E-Mail